caiman.de 10/2009

[art_1] Spanien: In der Stadt des Herkules
Ein Rundgang durch Cádiz 
 
An Sevilla vorbeigeprescht. Jerez rechts liegen gelassen. Das Ziel liegt noch weiter im Süden: Cádiz! Weiße Perle des Atlantiks! Stadt der Sagen und Geschichte! 

Kurz nach dem Fall Trojas soll sie gegründet worden sein, von niemand geringerem als Herkules, Sohn von Zeus und Teilnehmer an den Argonautenzügen. 

Geschichtswissenschaftler rechnen die tatsächliche Gründung der Stadt allerdings den Phöniziern zu, die sie Gadir nannten. Von hier brach Hannibal in den Zweiten Punischen Krieg und nach Italien auf, was nach viel versprechendem Beginn letztlich dann doch das Ende Karthagos einläutete. Nachdem die Römer in der Stadt die Macht übernommen hatten, tauften sie diese in Gades um. 

Sich auf dem Landweg Cádiz nähernd, durchfährt man zunächst einmal nur hässliche Hafenviertel und gelangt dann auf den Südteil der Halbinsel, die früher eigentlich mal eine ganze Insel war. Über Kilometer geht es an modernen Hochhäusern vorbei.  

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Und wenn man schon nicht mehr daran glaubt, dann taucht die alte Stadtmauer auf. Dahinter liegt Geschichte pur! Neben dem ältesten römischen Theater der iberischen Halbinsel ragt seit dem 18. Jahrhundert die beeindruckende Kathedrale auf. Dahinter liegt die Altstadt, die man zu Fuß erforschen kann.

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Vom Einfluss der Mauren, die hier vom 8. bis zum 13. Jahrhundert herrschten, sieht man nicht mehr viel. Dafür gibt es auffallend viele blondhaarige und blauäugige Menschen. Ein unglaubliches Blau übrigens, manchmal auch ein leuchtendes Grün. 

So leuchtend wie die ganze Stadt, sie strahlt von hoch oben über dem Atlantik hinaus in den Horizont hinein, hinüber in die neue Welt Amerika: Cádiz! Die Stadt, in der Spaniens erste Verfassung entstand. Wer es noch nicht bis Cádiz geschafft hat, darf mit unserem virtuell-digitalem Rundgang Vorlieb nehmen. 

Viel Spaß!

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